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Selten hat mich ein fotografischer Themenbereich so sehr gepackt, wie die Street Photography.

Seit über einem Jahr zieht mich dieses Genre bzw. diese Art der Fotografie raus an die frische Luft und durch die (mal mehr, mal weniger) belebten Innenstädte Europas.

Während meiner Fotowalks sind inzwischen einige tausend Streetfotos entstanden, die von einer stetig wachsenden Lernkurve begleitet werden.

In diesem Beitrag möchte ich meine bisher gesammelten Erfahrungen, Erkenntnisse und alles was da noch hinzukommen mag, mit Dir teilen.

Was ist Street Photography überhaupt?

Was ist Street Photography überhaupt?

Im Wesentlichen geht es in der Street Photography darum spontan besondere (ungestellte) Momente in einem urbanen Umfeld zu erfassen und festzuhalten.

Das Foto erzählt die erlebte Geschichte bzw. einen Teil davon, lässt aber auch Raum für eigene Interpretationen und die Fantasie.

Soweit stimmen wohl die meisten Streetfotografen überein, denke ich.

Worin sie sich aber noch nicht so richtig einig zu sein scheinen, ist die Frage nach dem menschlichen Anteil auf den Fotos. Also ob tatsächlich immer Personen auf den Bildern zu sehen sein müssen, oder ob es auch ohne sie geht?

Im klassischen Ansatz der Street Photography müssen Menschen nicht zwingend im Mittelpunkt stehen. Dieser kann auch von Dingen, die wir (Menschen) erschaffen haben gefüllt werden. Dazu gehören unter Anderem Stadtlandschaften, Architektur oder einzelne Elemente, wie z.B. Verkehrszeichen, Straßenkunst, Straßenzüge usw…

Geht das noch als Street Photography durch?
Geht das noch als Street Photography durch?

Fotografen wie z.B. Henri Cartier-Bresson prägten später die „neue“ Street Photography in der wir Menschen mehr und mehr zum Hauptmotiv wurden.

Ein wirkliches Richtig oder Falsch gibt es zum Glück aber nicht. Allein schon der Vergleich zwischen klassischer und neuer Street Photography zeigt, dass im Grunde jeder von uns für sich selbst festlegen kann wer bzw. was die Hauptrolle spielt bzw. mit welchen Elementen die Geschichten erzählt werden.

Denn darum, also um das Erzählen von Geschichten, geht es ja eigentlich. Und darin können der Ort bzw. die Szenerie sowohl die Bühne als auch die Hauptdarsteller sein.

Street Photography in Schwarzweiß oder Farbe?

Ähnlich wie die Frage nach dem menschlichen Anteil, gibt es auch hier meiner Meinung nach kein richtig oder falsch. So wie es Dir gefällt ist es richtig.

Mich persönlich zieht es immer in Richtung Farbe. Die Welt hat so viele und vor Allem schöne Farben zu bieten, dass ich es sehr schade finden würde, wenn ich sie außenvor lassen müsste.

Aus diesem Grund sind auch die meisten meiner Fotos so, wie ich die Welt um mich herum wahrnehme, nämlich bunt und farbenfroh.

Es kommt aber auch vor, dass mir die Schwarzweiß Bearbeitung eines Fotos besser gefällt als sein Farb-Pendant. Diese Fotos speichere bzw. zeige ich dann natürlich auch so. Es gibt ja zum Glück keine Regel die besagt, dass ich nur das Eine oder das Andere machen darf und nicht beides.

Das obige Foto kann ich mir in S/W beispielsweise gar nicht vorstellen, dafür sind viel zu viele Farben enthalten.

Das folgende Bild hingegen gefällt mir, auch nach mehrmaligen Versuchen mich mit der Farbversion anzufreunden, in Schwarzweiß besser.

Meine bisherigen Gedanken dazu habe ich in diesem Beitrag zusammengefasst: Schwarzweiß oder Farbe in der Street Photography?

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Ist Street Photography legal?

Auch wenn es Dir an dieser Stelle vielleicht schon klar sein dürfte, möchte ich vorab einmal betonen, dass ich kein Jurist bin und somit auch nicht juristisch beraten darf, kann und es auch nicht möchte 😉

Gerade in unserem Kulturraum, speziell bei uns in Deutschland, ist das Fotografieren in der Öffentlichkeit mit einigen rechtlichen Fallstricken und Unsicherheiten verbunden.

So stellt sich beim Einstieg in die Street Photography wohl mit am häufigsten die Frage nach der Legalität. So war es zumindest bei mir.

Persönlichkeits- & Urheberrecht

Darf ich Menschen auf der Straße fotografieren, ohne sie vorher zu fragen?

Jein. Es gibt verschiedene Für und Wider Ansätze… Richtig problematisch wird es (aus meiner Sicht) aber eigentlich erst, wenn Personen eindeutig zu erkennen sind. Wenn Du also das Bild ansiehst und mit hundertprozentiger Sicherheit sagen kannst, das ist X aus Y.

In einem solchen Fall müsste die fotografierte Person eigentlich vorher um Erlaubnis (am besten schriftlich) gebeten werden. Erst danach dürfte der Auslöser heruntergedrückt werden.

Dann wäre aber der besondere und ungestellte Moment, der an dieser Stelle eigentlich eingefangen werden sollte, längst vorbei…

Im feinen Zwirn durch die Gassen von Tarifa
Da der Herr auf dem Bild nicht eindeutig zu erkennen ist, dürfte diese Aufnahme wohl eher unbedenklich sein.

Aber neben dem Persönlichkeitsrecht der Fotografierten kann auch das Urheberrecht zum Problem werden. Nämlich dann, wenn ich z.B. vorübergehende Kunstwerke wie beispielweise den verhüllten Reichstag ablichte und plane dieses Foto auf Postkarten oder Plakate zu drucken.

Bevor ich hier aber noch lange herumschwafle, möchte ich Dir lieber den Beitrag „Street Photography und Recht – was man als Fotograf wissen muss“ auf berufsfotografen.com ans Herz legen.

Fotoausrüstung & Kameraeinstellungen für die Street Photography

Um den spontanen, ungestellten und besonderen Moment fotografieren zu können, ist zum Glück keine „dicke“ Ausrüstung nötig. Diese kann sogar hinderlich sein, z.B. dann, wenn sie zu viel Aufmerksamkeit auf Dich lenkt.

Auch interessant: Ninja Trick für die Street Photography

Generell ist Street Photography aus meiner Sicht (und der vieler anderer Fotografen) aber mit so ziemlich jeder Kamera möglich. Wichtig ist, dass Du Dein Werkzeug beherrschst.

Ich habe durch meine Streifzüge ziemlich schnell gelernt meine Kamera blind zu bedienen. Und das hat sich besonders zuletzt immer wieder positiv bemerkbar gemacht. Hätte ich die Kamera vom Geschehen abwenden müssen um z.B. die Belichtungsmessmethode umzustellen, wäre der Moment auf dem folgenden Foto sicher schon vorbei gewesen.

Sonnenuntergang in Sevilla

Es gibt natürlich ein paar Grundeinstellungen und Automatiken mit denen Du Dich für den Fall der Fälle weitgehend vorbereiten kannst, aber DIE EINE Einstellung für alle Gelegenheiten gibt es wahrscheinlich nicht. Dafür sind Lichtsituationen, örtliche Gegebenheiten und nicht zuletzt die besonderen Momente dann doch zu unterschiedlich.

Zu den Einstellungen komme ich aber gleich, erst mal verrate ich Dir, mit welche Ausrüstung ich aktuell unterwegs bin.

Fotoausrüstung für die Street Photography

Ich halte es hier, wie viele andere auch: Weniger ist mehr.

Das habe ich dabei:

  • Kamera mit einem Objektiv
  • Eine Umhängetasche für die Kamera
  • Handschlaufe oder Tragegurt für die Kamera
  • Ersatzbatterien
  • Ersatzspeicherkarten

Viele Streetfotografen verfolgen den Ansatz auf möglichst kleine Kameras und Objektive mit Festbrennweiten zu setzen. Gefühlt sind dabei die Kameras von Fujifilm (z.B. die Fujifilm X100V) relativ häufig vertreten. Und bei den Festbrennweiten machen meist 23, 35 und 50mm (bzw. 35, 50 und 85mm bei Vollformatkameras) das Rennen.

Im Zweifel reichen für den Einstieg aber auf jeden Fall die Kamera und das Objektiv, die Du gerade hast und mit denen Du Dich wohl fühlst.

Ich bin z.B. meist mit meiner Sony Alpha 6300 und wahlweise dem Sony SEL-18135 18-135mm F3.5-5.6 OSS, dem Sigma 18-50 f2.8 DC DN Contemporary oder der Viltrox AF 23mm F1.4 Festbrennweite unterwegs.

Update: Im Sommer 2023 habe ich mein Foto Equipment „etwas“ aktualisiert.

Seitdem bin ich mit der Sony Alpha 7c und meist dem Sony FE 35mm f/1.8 unterwegs.

Sony Alpha 7C Spiegellose E-Mount Vollformat Kamera

24,2 Megapixel | Bildstabilisator | Echtzeit-Tracking (AF) mit Augenerkennung | 4K Video | Touch Display


Sony SEL FE 35mm f1.8

e-Mount Vollformat Objektiv | Brennweite: 35mm | f/1.8 | Filter: 55mm | Gewicht: 280g | Maße: 66 x 73 mm

Tipp: Da es leider viel zu oft vorkam, dass ich meine Alpha 6300 (aufgrund ihrer Größe) nicht dabei hatte, z.B. auf dem Weg zum Einkaufen oder bei kurzen Spaziergängen, habe ich mir noch eine kleine und kompakte Zweitkamera für die Hosen- bzw. Jackentasche zugelegt. So können sich schöne Momente und interessante Motive nicht mehr an mir „vorbei schleichen“, wenn ich gerade nicht mit der „großen“ Kamera auf Foto-Safari bin. Hier findest Du mehr Infos zu meiner Zweitkamera und den Beweggründen für den Kauf: Canon G7X Mark II im Test

Kameraeinstellungen für die Street Photography

Das erste Mal Streetfotografie
Sony Alpha 6300 | 35mm | f11 | 1/5 | ISO 640

Ganz am Anfang habe ich (bis auf den Fokus) alles, wie ich es z.B. aus der Landschaftsfotografie gewohnt war, manuell eingestellt.

In der Street Photography hat das leider nur bedingt gut funktioniert, weshalb ich mir im Laufe der Zeit ein paar Voreinstellungen gespeichert habe:

Blendenvorwahl mit ISO und Verschlusszeit Automatik

Ich stelle nur die gewünschte Blende ein (z.B. f8) und die Automatik in der Kamera berechnet dann, je nach Belichtungssituation, die passende ISO und Belichtungszeit.

Letztere habe ich bei der Sony a6300 auf einen Mindestwert von 1/125 Sekunde und die ISO auf maximal 6.400 begrenzt. Bei der Sony Alpha 7c (die auch mit relativ hohen ISO-Werten noch sehr gut umgehen kann) habe ich für die Belichtungszeit einen Mindestwert von 1/500 und die ISO auf einen Maximalwert von 25.600 eingestellt. Das müsste in so ziemlich jeder Kamera einstellbar sein, denke ich.

Bei den ISO-Werten habe ich anfangs einfach ein wenig herum experimentiert bis ich Einstellungen fand bei denen sich das Rauschen bei schlechten Lichtbedingungen noch in Grenzen hält und die Verschlusszeit um Bewegungen noch ohne Probleme scharf „einfangen“ zu können.

Mittenbetonte oder Spot Belichtungsmessung

Standardmäßig ist die Belichtungsmessung einer Kamera auf die sogannte Mehrfeldmessung eingestellt. So soll eine möglichst gleichmäßige Belichtung ohne ausgebrannte Lichter oder abgesoffene Schatten erreicht werden.

In bestimmten Situationen kann das „fertige Bild“ dann aber ggfs. nicht ganz dem entsprechen, was Du eigentlich fotografieren wolltest bzw. von der Lichtsituation abweichen. Besonders beim Fotografieren von Silhouetten war die Mehrfeldmessung für mich oft hinderlich.

Sightseeing am Plaza de Espana
Mit der Mehrfeldmessung wären hier keine Silhouetten zu sehen gewesen

Um die Belichtungsmessung daher gezielter ihre Arbeit verrichten zu lassen, setze ich vorzugsweise meistens die mittenbetonte und manchmal auch die Spotmessung ein.

Flexibler Fokuspunkt, AF-C und Objektverfolgung / Tracking

Manuelles Fokussieren ist mir aktuell noch zu langsam bzw. ich bin darin noch nicht schnell genug 😉 Daher setze ich gerne den Autofokus ein. Der kann ja aber nicht wissen, was ich scharf gestellt haben möchte, also muss ich ihn irgendwie darauf aufmerksam machen.

Mit dem flexiblen Fokuspunkt kann ich genau das machen. Meistens habe ich den Punkt zwar mittig gesetzt, aber im Bedarfsfall kann ich ihn auch einfach an einen gewünschten Punkt verschieben.

Hinweis: Aktuelle Kameras, wie z.B. die Sony Alpha 7c haben inzwischen einen Touch-Autofokus, über den sich das gewünschte Motiv einfach per Touch mit einem Finger auswählen lässt.

Den Fokusmodus habe ich dabei auf Continous (AF-C) eingestellt und zusätzlich noch die Objektverfolgung aktiviert. So muss ich das „Objekt meiner Begierde“ nur einmal anvisieren und den Auslöser halb durchdrücken. Danach schaut die Kamera dann sozusagen, dass alles scharf ist und bleibt.

Gerade beim Fotografieren von Menschen in Bewegung ist das super 🙂

Ohne AF-C und die Objektverfolgung hätte ich den Surfer wohl nicht so scharf fotogtrafieren können

Gesichtserkennung und Augen-AF

Auch diese beiden Einstellungen habe ich zusätzlich noch aktiviert um die Wahrscheinlichkeit für scharfe Fotos weiter zu erhöhen.

Die meisten modernen Kameras müssten diese beiden Funktionen eigentlich auch im Gepäck haben.

JPEG oder RAW?

Ich fotografiere in RAW, da mir dieses Format eine Reihe von Vorteilen bietet:

  • RAW-Dateien enthalten alle Bildinformationen, die vom Kamerasensor erfasst wurden, ohne oder nur mit geringer Verarbeitung / Komprimierung durch die Kamera (ob und wie stark eine Verarbeitung / Komprimierung stattfindet, hängt vom Kameramodell bzw. dem eingestellten RAW-Format ab).
  • Da eine RAW-Datei so viele Informationen enthält, habe ich bei der Nachbearbeitung deutlich mehr Freiheit und Kontrolle. Ich kann z.B. Belichtung, Weißabgleich, Kontrast, Sättigung und andere Parameter nach meinem Geschmack anpassen, ohne die Bildqualität zu beeinträchtigen.
  • Zudem haben RAW-Dateien einen größeren Dynamikumfang als JPEG oder andere komprimierte Dateiformate. So können sowohl hellere als auch dunklere Bereich detaillierter erfasst und z.B. in der Nachbearbeitung angeglichen werden.
  • Die Bearbeitung von RAW-Dateien ist non-destruktiv, da die Änderungen und Anpassungen nicht direkt in der Datei selbst gespeichert, sondern nach „fertiger Entwicklung / Bearbeitung“ in ein anderes Dateiformat, wie beispielsweise JPEG, exportiert werden.

Leider haben RAW-Dateien aber auch Nachteile:

  • RAW-Dateien müssen „entwickelt“ werden. Out of Cam können sie zwar ganz O.K. aussehen und einen Ausblick auf das Kommende geben, aber ihre wirkliche Kraft entfalten sie erst nach der Bearbeitung (Entwicklung), z.B. in Adobe Lightroom, Luminar Neo, Adobe Camera Raw usw…
  • Und weil RAW-Dateien so viele Bildinformationen enthalten, sind sie deutlich größer als ihre JPEG Pendants. 20, 30 oder mehr Megabyte pro Bild sind hier keine Seltenheit. Das „fertig entwickelte“ Bild ist nach dem Export dann aber wieder deutlich kleiner.

Street Photography Tipps

Üben, üben, üben

Seit ich die Street Photography für mich entdeckt habe, versuche ich so oft wie möglich in Städte und dort unter Leute zu kommen. Was für mich als eher introvertierte Person manchmal schon eine Überwindung sein kann 😉

Aber ohne mich ins „Getümmel“ zu stürzen, kann ich in Selbigem natürlich auch keine besonderen Momente entdecken.

Blick auf den Atlantik am Strand von Tarifa
Es gibt sooooo viel zu entdecken

Und wie bei allem Anderen auch, kann man nur besser werden, indem man übt.

Das Schöne ist ja, dass die Lernkurve am Anfang noch so steil ist. So konnte ich schon in kurzer Zeit einiges dazulernen und meinen Blick für interessante Motive schärfen.

Und auch die anfängliche Angst „erwischt“ zu werden weicht immer mehr in den Hintergrund. Sie ist zwar nach wie vor noch präsent, aber ich erkenne schon einen großen Unterschied zwischen meinen jetzigen und den ersten Touren.

Also ist der erste und zugleich wichtigste Tipp in meinen Augen auf jeden Fall: Rausgehen, fotografieren und üben, üben, üben!

Beobachten

Ganz am Anfang hatte ich noch echt Probleme besondere Momente oder überhaupt etwas zum Fotografieren zu finden.

Aber tatsächlich sind Städte immer voll von Beidem.

Im Prinzip kann sogar ein vermeintlich zufällig platziertes Halteverbotsschild eine Geschichte erzählen. Entweder weil es an einer unsinnigen Position steht, oder wenn man sich mit der Frage beschäftigt, warum es dort aufgebaut wurde. Vielleicht parkt tatsächlich sogar jemand gerade ganz rebellisch davor 😉

Selbst achtlos liegengelassener Müll kann Stoff für eine gute Story liefern. Eine Ansammlung von Zigarettenstummeln könnte z.B. ein Zeichen dafür sein, dass eine Person längere Zeit an einem Ort verbracht hat… Vielleicht eine Detektiv*in oder eine Hälfte eines anonymen Dates…

Auch dieses „leicht“ abgerockte Telefon erzählt eine Geschichte:
z.B. von veralteter Technik, die durch Handys und Smartphones abgelöst wurde

Also ich versuche auf jeden Fall mir immer solche Geschichten um ein Motiv oder eine Situation herum auszudenken. Zumindest dann, wenn die Geschichte nicht schon von alleine erkennbar ist.

Bis jetzt hat es sich schon sehr oft gelohnt einfach mal den Blick schweifen und mich von den Ereignissen um mich herum berieseln zu lassen. So kommen die Motive quasi von ganz allein zu mir 😉

Serien fotografieren

Mit Serien meine ich entweder Fotos mit einem übergreifenden Merkmal (z.B. Menschen, die aufs Meer starren, Türen, Menschen mit Regenschirmen, usw…) zu machen oder eine Geschichte über mehrere Bilder zu erzählen.

Mir hat es dabei geholfen meinen Blick zu schärfen und Motive zu erkennen, wo ich vorher keine gesehen habe.

Du kannst Dir entweder ein Thema bzw. eine Serie pro Fotowalk, sozusagen als Challenge, festlegen, oder Du machst es wie ich und versuchst mehrere Reihen parallel zu befüllen, während Du auch alles andere um Dich herum fotografierst 😉

Also achtest Du neben dem „normalen“ Fotografieren einfach zusätzlich noch auf Menschen, die aufs Meer blicken, Menschen, die sich angeregt unterhalten und markante Türen. Oder sowas in der Richtung. Die Themen kannst Du Dir natürlich selbst ausdenken.

Challenges

Wo wir gerade beim Thema sind. Auch Challenges bieten sich super dafür an Deinen fotografischen Blick weiter zu schärfen und Deine Umgebung noch besser wahrzunehmen.

Eine Challenge könnte z.B. sein, dass Du alle 100 Schritte stehen bleibst, dann eine gewisse Anzahl von Bildern machst, dann wieder 100 Schritte gehst, wieder ein paar Fotos aufnimmst usw…

Wenn Dich dieses Thema interessiert schau mal in diesen Beitrag: Fotografieren lernen: Tipps & Tricks, dort habe ich ein paar Challenge-Ideen aufgelistet.

Inspiration holen

Street Photography gibt es schon seeeeeeeehr lange und wird zudem immer beliebter. Dementsprechend gibt es auch viele Streetfotos zu sehen. Sei es in Form von Bildbänden, im Rahmen von Ausstellungen oder im Internet.

Was Dir das bringt? Die Werke anderer Streetfotografen können eine wunderbare Quelle der Inspiration sein.

Welche Motive haben sie fotografiert? Was für Momente haben sie eingefangen? Wie komponieren andere Streetfotografen ihre Bilder?

Natürlich bedeutet sich inspirieren zu lassen nicht seine Vorbilder bzw. Inspirationsquellen eins zu eins zu kopieren (das ist meist auch gar nicht möglich). Das Betrachten „fremder“ Werke kann aber dabei helfen die eigene Fantasie zu wecken.

Inspiration vs. der eigene Stil

Zum vorherigen Punkt gibt es noch ein kleines „aber“: Sich zu sehr mit den Streetfotos anderer zu beschäftigen kann ggfs. nämlich der Entwicklung Deines eigenen fotografischen Stils im Wege stehen.

Ganz am Anfang hatte ich z.B. den Eindruck, dass ich meine Fotos unbedingt in Schwarzweiß aufnehmen bzw. bearbeiten müsste, damit es gut Streetfotos werden. Ich kannte zwar auch Fotografen, welche die Welt in Farbe „eingefangen“ haben. Der überwiegende Anteil der Fotos, die ich mir zu der Zeit angesehen hatte, glänzten aber eher durch die Abwesenheit von Farbe.

Heute schaue ich mir immer noch gerne Schwarzweiß Fotos an und mache auch welche, mit meiner eigenen Fotografie fühle ich mich in der Farbfotografie aber insgesamt wohler.

Also: Inspiration ist super, sollte aber auch wirklich „nur“ inspirieren und nicht bestimmen.

Von anderen Streetfotografen lernen

Andere Streetfotografen können nicht nur als Quelle der Inspiration dienen, Du kannst auch auf anderer Ebene von ihnen lernen.

Beispielsweise wenn Du Techniken lernen möchtest, mit deren Hilfe Du unbemerkt fotografieren kannst, ohne einen Moment durch das ruckartige Anheben oder Draufhalten Deiner Kamera zu beeinflussen bzw. zu zerstören.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass sich andere Fotografen, während des Einstiegs in die Street Photography, auch schon mal mit den gleichen oder ähnlichen Fragen beschäftigt haben, wie Du.

Viele davon werden beispielsweise in Blogs (wie diesem ;)), Videos oder anderen Formaten beantwortet.

Und falls Deine Frage noch nicht darunter sein sollte, freuen sich andere Fotografen bestimmt über Dein Interesse, wenn Du sie befragst.

Mehr zum Thema Street Photography

Streetfoto Galerie

Das ist natürlich nur ein Auszug meiner Streetfotos, noch mehr Bilder findest Du in der Street Photography Galerie.

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Street Photography Buchtipps

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Diesen Beitrag werde ich nach und nach immer weiter mit nützlichen Infos, Tipps und Tricks rund um die Street Photography füllen.

Wenn Du Fragen, Anmerkungen oder Ergänzungen hast, lass es mich gerne in den Kommentaren wissen.

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