Das erste Mal Streetfotografie
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Wer sich auf unbekanntes Terrain wagt bzw. sich selbst ins kalte Wasser wirft, frei nach dem Motto Learning by Doing, der / die macht natürlich auch Fehler. Das ist ganz normal und gar nicht schlimm. Ganz im Gegenteil, oftmals kann es sogar ganz lehrreich sein, etwas „nicht richtig“ zu machen. Nur so lernen wir ja dazu.

Mit der Street Photography nehme ich gerade in einem, für mich, völlig neuem Fotografie-Genre Anlauf und mache dabei quasi einen „Fehler“ nach dem Anderen. Mit anderen Worten: Die Lernkurve ist im Moment ziemlich steil und ich sammle viele neue Erfahrungen 😉

Aus diesen gesammelten Erfahrungen konnte ich bereits ein paar Dinge ableiten an denen ich künftig noch arbeiten bzw. in denen ich mich verbessern möchte. Der Einfachheit halber nenne ich diese „Dinge“ mal „Anfängerfehler“.

In diesem Beitrag möchte ich Dir ein paar dieser „Fehler“ nun mal genauer vorstellen und mich ein wenig damit auseinandersetzen. Vielleicht können Dir ein paar meiner Gedanken ja auch mal hilfreich sein 🙂

Anfängerfehler in der Street Photography

Zu viel Angst

Angst ist vielleicht das falsche Wort… ich denke es geht eher darum, dass ich mir (noch?) zu viele Gedanken mache.

Ein gewisses Maß an Vorsicht ist natürlich gut und manchmal ist es tatsächlich auch besser ein Foto eben nicht zu machen. Beispielsweise dann, wenn jemand dadurch bloßgestellt oder durch den eingefangenen Moment ein falscher Eindruck (im negativen Sinne) entstehen könnte.

In diesem Punkt geht es mir aber eher um den Gedanken „erwischt“ zu werden, obwohl ich nur eine Geschichte bzw. eine Momentaufnahme aus dem „normalen“ Alltag festhalten möchte. Genau darum geht es in der Street Photography ja eigentlich auch. Zudem gehe ich davon aus, dass die „Fotografierten“ sich selber größtenteils gar nicht selber auf meinen Bildern wiedererkennen würden 😉

Tatsächlich stand bzw. steht mir die Angst davor „erwischt“ zu werden aber im Moment schon noch ziemlich oft im Weg. So erwischte ich mich immer wieder bei dem Gedanken „Das wäre bestimmt ein tolles Foto, aber was wenn er / sie mich sieht…“ Tja und dann war der besondere Moment auch schon vorbei, ohne dass ich ein Foto davon gemacht habe.

Na ja, am Anfang sind solche Bedenken, Ängste oder Gedankengänge (wie auch immer man es nennen möchte) wohl ganz normal und werden im Laufe der Zeit und mit zunehmender Erfahrung immer weniger, hoffe ich.

Wahrscheinlich… sehr wahrscheinlich sogar, nehmen die meisten Menschen eh gar keine Notiz von mir, oder bekommen überhaupt mit, dass ich sie fotografiere.

Damit rechnet man ja eigentlich auch nicht wirklich 😉

Um die Wahrscheinlichkeit doch „entdeckt“ zu werden bzw. den Eindruck zu erwecken, dass ich gerade jemanden fotografiert haben könnte, noch weiter zu verringern habe ich mir ein paar Tipps aus verschiedenen Foren und Blogs notiert:

  • Augenkontakt vermeiden
  • Nicht gleich aufs Display schauen, nachdem ich den Auslöser gedrückt habe
  • Üben, Üben, Üben

Letzteres mache ich eh 😉 Und die ersten beiden Punkte mache ich schon weitgehend unbewusst… glaube ich. Bei meinen nächsten Touren werde ich aber mal besonders darauf achten.

Hast oder kennst Du vielleicht noch weitere nützliche Tipps?

Letzte Aktualisierung am 17.06.2024 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Gleich nach der Aufnahme aufs Display schauen (Chimping)

Aus meinen Streifzügen durch die Welt der Landschaftsfotografie habe ich mir angewöhnt gleich nach dem Drücken des Auslösers einen Blick auf das fertige Bild zu werfen.

Im Prinzip ist das ja eigentlich auch ganz praktisch. So konnte ich immer sofort sehen, ob der Fokus richtig saß bzw. das Bild so „im Kasten“ gelandet war, wie ich es mir vorgestellt hatte.

Das sogenannte „Chimping / Chimpen“ kann aber auch durchaus kontraporduktiv sein und gilt in der Street Photography aus den folgenden Gründen sogar eher als Unart:

  • Die Aufmerksamkeit wird vom Geschehen bzw. dem was um mich herum passiert abgelenkt, so dass ich im schlimmsten Fall einen besonderen Moment verpassen könnte.
  • Es könnte den Menschen in meinem Umfeld ggfs. signalisieren, dass ich gerade ein Foto gemacht habe und so unnötig interessierte Blicke auf mich lenken.

Ich habe von einigen schon gelesen, dass sie ihre Displays abkleben um gar nicht erst in die Verlegenheit kommen einen Blick darauf zu werfen… hm, ich überlege noch, ob das auch eine Option für mich wäre.

Auf jeden Fall wird es bestimmt keine kleine Herausforderung für mich diese Gewohnheit abzulegen. Immerhin schaue ich ja mittlerweile seit über 20 Jahren aufs Display um mir meine Fotos nach der Aufnahme anzusehen 😉

Die Kamera nicht griffbereit haben

Oh, das würde sich als Foto bestimmt gut machen… wenn ich denn die Kamera nicht erst aus der Tasche holen, einschalten und den Objektivdeckel abnehmen müsste… Mist!

Gerade in der Street Photography kommt es manchmal auf Sekunden an. Ist dann die Kamera nicht zur Hand, verstreicht der besondere, einzigartige Moment ohne festgehalten worden zu sein.

Einen Tag, als ich Conil de la Frontera unterwegs war, habe ich mich besonders über mich geärgert.

Ich entdeckte eine interessante Situation, aber die Kamera schlummerte noch in ihrer Umhängetasche… spätestens zu diesem Zeitpunkt hätte ich sie eigentlich für den nächsten schönen Moment wecken und vorbereiten sollen, aber ich tat es nicht. Auch nicht als ich noch eine weitere spannende Szene sah und nicht fotografieren konnte. Erst nachdem ich mich das vierte Mal über meine „Schludrigkeit“ geärgert hatte, holte ich meine Sony Alpha 6300 aus dem Land der Träume.

Damit mir so etwas nicht noch einmal passiert, nehme ich die Kamera seitdem immer schon frühzeitig aus ihrem Beutel, schalte sie ein und schlüpfe in die Handschlaufe.

Immer offenblendig fotografieren

Zugegeben, ich bin ein Fan von offenblendiger Fotografie. Also die Blende möglichst weit zu öffnen um dadurch z.B. sowohl den Vorder- als auch den Hintergrund meiner Fotos verschwimmen lassen zu können.

Und auch bei weniger optimalen Lichtsituationen öffne ich die Blende (je nach gewünschtem Ergebnis) gerne erst mal, bevor ich den ISO-Wert noch oben drehe bzw. die Belichtungszeit verlängere.

Offenblendig zu fotografieren bedeutet aber auch nur einen relativ kleinen Schärfebereich zu haben. Und gerade in spontanen Momenten, also wenn es mal schnell gehen muss oder sich „das Motiv“ zügig auf die Kamera bzw. mich zu bewegt, kann es passieren, dass der Fokus (trotz schnellem AF, Objektverfolgung und Co.) nicht richtig sitzt.

In solchen Situationen kann das Abblenden bzw. schließen der Blende (z.B. von f/1.8 auf f/5.6) die Ausbeute scharfer Fotos deutlich erhöhen.

Ich mache bestimmt noch viele weitere „Fehler“, aber für den Moment soll es das erst mal gewesen sein 😉 Im Laufe der Zeit und mit wachsender Erfahrung werde ich diesen Beitrag immer mal wieder erweitern und ergänzen.

Wenn Du noch ein paar nützliche Tipps auf Lager hast, lasse ich diese auch gerne mit in die nächste Aktualisierung einfließen. Schreib‘ mir Deine Ideen und Erfahrungen gerne in die Kommentare, oder per Mail. Ich freue mich schon auf Deinen Input.

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Street, Tipps & Tricks

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